DER SPRINGBRUNNEN gedicht von CHARLES BAUDELAIRE (Die blumen des bösen) Text DE

 

 

 

Charles Baudelaire

 

Der springbrunnen

(Die blumen des bösen)

 

 

 

 

Lass die Augen nun geschlossen,

Mein armes Kind, so schön im Schlaf,

Und bleibe, wie ich dich genossen.

So wie dich das Ermatten traf.

 

 

Im Hofe schwatzt des Bnmnens Singen

Und schweigt nicht still bei Tag und Nacht;

Er redet mir mit leisem Klingen

Vom Glück, das du mir heut gebracht.

 

 

In lichten Funkengärben

Das Wasser sprüht,

Mit bleichen Silberfarben

Der Mond erglüht.

Bis all die Thränen starben

Wie todesmüd.

 

 

So stürmt, vom Blitz der Luft getroften,

Empor dein feuerheisses Herz,

Die Seligkeiten stehn ihm offen

Und rauschend hebt sich’s himmelwärts.

 

Doch wenn sein trunkner Sang verhallte,

So sinkt es hin, vom Wind zerfetzt,

Indes durch unsichtbare Spalte

Sein Weinen meine Seele netzt.

 

 

In lichten Funkengarben

Das Wasser sprüht,

Mit bleichen Silberfarben

Der Mond erglüht,

Bis all die Thränen starben

Wie todesmüd.

 

 

O du, so schön im nächt’gen Schweigen,

Lass mich mein Ohr, von quell umrauschtzu

deinen Brüsten niedemeigen,

Dass es des Wassers Schluchzen lauscht.

 

O Mond, du Brunnenstrahl, ihr Schauer,

Du Sommernacht, verzaubert mild, ihr Bäume,

eure reine Trauer Ist meiner Liebe Spiegelbild.

 

 

In lichten Funkengarben

Das Wasser sprüht,

Mit bleichen Silberfarben

Der Mond erglüht,

Bis all die Thränen starben

Wie todesmüd.

..

.

Charles Baudelaire – Der springbrunnen

(Die blumen des bösen)

 

 

 

 

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