ARTHUR RIMBAUD – ABENDGEBET (gedichte) DE

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Arthur Rimbaud

 

Abendgebet

(gedichte)

 

 

 

 

Sitzend leb ich,

wie’n Engel bei einem Barbier,

Die Faust umklammert ein Seidel mit tiefen Streifen,

Prall Bauch und Kragen, im Mund steckt die Pfeife mir,

Unterm Himmel, von Segeln schwer, die nicht zu greifen.

 

 

So wie eines alten Taubenschlags warmer Mist,

Sprühn tausend Träume in mir, die süß mich versengen;

Oft auch mein traurig Herz wie ein Holunder ist,

Drauf blutig dunkles Gold jungflüssige Erze sprengen.

 

 

Und wenn brav ich geschluckt meine Träume,

beiseit Dann tret ich, nach dreißig oder auch vierzig Schoppen,

Ganz still, zu lassen die bittre Notwendigkeit:

Sanft wie der Herrgott der Zedern und der Hysopen

 

Piß ich zum dunklen Himmel, sehr hoch und sehr weit,

Mit der Erlaubnis der großen Heliotropen.

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Arthur Rimbaud – Abendgebet (gedichte)

 

 

 

 

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